Gastbericht von Melanie Scheuermann


Unser Schneewittchen wurde ausgesetzt und hat erstmals im Tierheim Zuwendung erfahren. Die junge Lady kam im Alter von ca. 2 Jahren dann als dritter Hund (eigentlich als Ersatz für den kränkelnden älteren Herren Linus) in „unser Rudel“. Als der damals 12jährige Linus Snow begrüßte, schossen die Lebenskräfte wieder in seinen Körper- oh eine nettes Mädel! Linus verlängerte und lebt heute noch. Snow bemerkte alsbald ihren „Süß-Faktor“, den sie gezielt einsetzt, zum Beispiel, wenn man gerade eben noch mit dem ganzen Körper im Hundefuttersack gesteckt hat und ertappt unschuldig schauen muss… So war sie unsere Prinzessin unter zwei Bengels. Diese Prinzessin mutierte aber beim Gassi im Wald zum zerrenden unermüdlichen Monster. Als ich es leid war, habe ich sie mit Kaltblutstute Fanny am langen Strick verbunden und die beiden auf die Weide geschickt. Snow führte Fanny und diese trottete hinterher.  Diese Freundschaft hält bis heute. Als Fanny einmal in die Tierklinik musste, war klar, dass Snow als ihre Vertraute mit musste. Beim Röntgen wurden beide getrennt und so wieherte das Pferd im Röntgenraum und der Hund jammerte vor der Tür. In Liya, die junge agile Hündin, die dann 2019 zu uns kam, hat Snow dann Ihre Sparringspartnerin gefunden. Mehr noch, sie war so geduldig bei dem sich ausprobierenden Junghund, dass ich sie zeitweise „aus dem Rennen“ nehmen musste, damit sie sich nicht sprichwörtlich „ein Ohr abkauen lässt“. Seitdem ist sie ruhiger… Das vergisst sie aber wieder, wenn sie einen alten Autoreifen findet. Dann ist die Welt um sie egal und der Reifen wird binnen kürzester Zeit in kleinste Gummiteile zerlegt. Zum Glück beschränkt sie sich bisher auf Reifen, die nicht mehr fest mit einem Auto im Straßenverkehr verbunden sind 😊


     Zurück zum Blog

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok