Hunde in öffentlichen Verkehrsmitteln

Egal, ob ihr mit eurem Hund mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Urlaub fahrt oder ihr am Urlaubsort oder in der Freizeit nur eine kurze Strecke mit Bus oder Bahn zurücklegt - es gibt einige Punkte zu beachten und auch im Vorfeld zu trainieren. Wir haben für euch die wichtigsten zusammengetragen.

  • 1. Informiert euch darüber, ob Hunde in dem jeweiligen Verkehrsmittel bzw. der jeweiligen Verkehrsgesellschaft erlaubt sind und welche Bestimmungen für sie gelten. In der Bahn und auch in Linienbussen sind Hunde im Normalfall erlaubt. In Fernbussen allerdings meist nicht. Ausnahmen gelten hier aber manchmal für Blinden- und Assistenzhunde.

  • 2. Ganz unterschiedlich wird auch der Fahrpreis für den Hund angesetzt. In seltenen Fällen fahren Hunde kostenlos mit, manchmal wird der Kinderpreis angesetzt, teilweise müssen Hunde aber auch den vollen Preis zahlen. Schaut am besten im Vorfeld auf der Webseite der jeweiligen Verkehrsgesellschaft, denn am Ticketautomaten findet ihr solche Infos meist nicht.

  • 3. „Leinenzwang“ und „Maulkorbpflicht“ - zwei Begriffe, um die man bei diesem Thema nicht herumkommt. Je nach Rasse und Größe des Hunde gilt teilweise sogar beides.

  • 4. Im Vorfeld solltet ihr euren Hund im Fall der „Maulkorbpflicht“ gut an einen Maulkorb gewöhnen. Wichtig ist, dass der Maulkorb gut sitzt. Euer Hund sollte damit hecheln und trinken können. Außerdem ist es sinnvoll, wenn ihr von außen ein Leckerchen durch das Gitter bzw. die Maschen stecken könnt. Gerade, wenn der Maulkorb häufig zum Einsatz kommt, lohnt sich eine Maßanfertigung, beispielsweise bei www.bumas.de. Nehmt den Maulkorb zu Beginn in die Hand, legt ein Leckerchen hinein und lasst es euren Hund herausholen. Wenn der Hund dazu seine Schnauze in den Korb steckt, könnt ihr in dem Moment das Signal „anziehen“ oder „Maulkorb“ sagen. Von dieser Übung macht ihr viele Wiederholungen bis euer Hund die Schnauze auch ohne Leckerchen in den Korb steckt. Anschließend verschließt ihr den Maulkorb in klitzekleinen Trainingsschritten, erst nur ganz kurz, dann immer länger. Belohnt euren Hund dabei mit Leckerchen oder Leberwurst aus der Tube. Aber immer nur dann, wenn die Schnauze im Maulkorb ist. Sonst belohnt ihr nicht das Tragen des Maulkorbs, sondern das Absetzen. Der Maulkorb ist einsatzbereit, wenn euer Hund ihn gut akzeptiert und nicht versucht, ihn wieder mit der Pfote abzustreifen.

  • 5. Nicht jeder Hund steigt sofort entspannt in einen Bus oder einen Zug ein. Die Geräusche, die vielen Menschen, der enge Raum und auch die Bewegungen beim Fahren sind für unsere Hunde ja zunächst einmal völlig ungewohnt. Nehmt euch daher Zeit, euren Hund in kleinen Schritten an das jeweilige Verkehrsmittel heranzuführen. Macht also mehrere kurze Ausflüge zum Bahnhof oder zur Haltestelle und lasst euren Hund dort erst mit viel Abstand zum Geschehen zum Beispiel Futter suchen, um den Ort positiv zu belegen. Setzt euch dann auch mal auf eine Bank und schaut, ob euer Hund zur Ruhe kommt und sich neben euch setzt oder vielleicht sogar legt. Steigern könnt ihr das Training dann bei den nächsten Besuchen an der Haltestelle oder am Bahnhof durch ein kurzes Ein- und wieder Aussteigen und schließlich durch die erste kurze Fahrt.

  • 6. Auch an Schwebebahnen, Seilbahnen usw. könnt ihr euren Hund natürlich auf diese Weise gewöhnen.

  • 7. Achtet während der Fahrt darauf, dass euer Hund einen Platz hat, wo er nicht versehentlich von anderen Fahrgästen bedrängt oder sogar aus Versehen getreten werden kann. Also platziert euch am besten stehend oder sitzend am Rand und legt oder setzt euren Hund hinter euch. Gleichzeitig nehmt ihr so auch Rücksicht auf Menschen, die gegebenenfalls Angst vor Hunden haben und die merken, dass ihr euren Hund so abschirmen könnt.

  • 8. Denkt bei längeren Fahrten daran, dass euer Hund sich vorher ein bisschen auspowert (sowohl geistig als auch körperlich) und er die Möglichkeit hatte, sich zu lösen. Nehmt einen Napf, Wasser und auch eine Decke für euren Hund mit. Auf dieser kommt er sicherlich nochmal besser zur Ruhe während der Fahrt.






  • Und nun viel Spaß und Erfolg beim Training und gute Fahrt!

    Heike von Martin Rütter DOGS Bielefeld/Gütersloh


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