Entspannter Cafébesuch mit eurem Vierbeiner

Im Alltag oder auch im Urlaub ist es einfach sehr entspannt und harmonisch, wenn ihr euren Hund überall mit hinnehmen könnt, ohne zu befürchten, dass er sich „daneben“ benimmt. Ein Café- oder Restaurantbesuch kann zum Beispiel schnell zum Spießrutenlauf werden, wenn die Menschen am Nebentisch von eurem Hund distanzlos angestupst oder gar angesprungen werden oder die Bedienung sich nicht traut, das Essen zu servieren, weil der Vierbeiner unter eurem Tisch ein bedrohliches Knurren von sich gibt.

Wir machen daher bei uns in der #Martin Rütter DOGS Hundeschule in den Gruppenstunden immer mal „Cafétraining“. Das könnt ihr natürlich auch super in euer Training im Alltag einbauen. Die Hunde lernen dabei vor allem, dass sie nicht immer im Mittelpunkt stehen und einfach mal warten müssen, ohne das etwas Spannendes passiert. Eine gute Vorübung ist, sich beim Spaziergang auf eine Bank zu setzen und abzuwarten, bis euer Hund von sich aus zur Ruhe kommt. Erst nach einer kurzen Ruhepause wird euer Hund gelobt und ihr setzt euren Spaziergang fort. So lernt er zunächst, von sich aus in solchen Momenten „runterzufahren“. Klappt das schon gut und kommt euer Hund immer schneller zur Ruhe, seid ihr bereit für den nächsten Trainingsschritt.

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Sucht euch zu Beginn ein Restaurant oder Café aus, in dem gerade nicht viel los ist. Für manche Hunde ist es draußen in einem Biergarten erst einmal entspannter als drinnen in einem Restaurant. Setzt euch an einen Tisch am Rand oder in einer Ecke. So könnt ihr euren Hund hinter euch ablegen, um zu verhindern, dass immer wieder Menschen direkt auf ihn zu oder an ihm vorbeilaufen. Dadurch signalisiert ihr, dass euer Hund sich um nichts kümmern muss und ihr auch in dieser Situation die Verantwortung übernehmt. Hilfreich ist es, eine Decke mitzunehmen, auf die euer Hund sich legen kann. Deckentraining könnt ihr ebenso schon im Vorfeld zuhause oder auf dem Spaziergang machen. Lobt und belohnt euren Hund immer, wenn er ruhig auf der Decke liegt. Steht er auf, schickt ihr ihn wieder zurück auf seine Decke. Wartet, bis euer Hund eine kurze Zeit entspannt und ruhig auf der Decke liegt. Erst dann löst ihr die Situation auf und verlasst das Café.

Wichtig ist, sowohl die Reize drum herum als auch die Dauer beim Training nur langsam zu steigern. Trinkt also erst einmal nur einen Kaffee und beendet das Training, wenn euer Hund ruhig und entspannt ist. Klappt das gut, könnt ihr beim nächsten Cafébesuch schon etwas länger bleiben. Und wenn es im wenig besuchen Café oder Biergarten schon gut funktioniert, wählt ihr beim nächsten Training einen Zeitpunkt, zu dem schon etwas mehr los ist. Unterschätzt nicht, dass das für euren Hund schon ganz schön schwierig sein kann - mit so vielen Reizen wie den Gerüchen nach Nahrung, anderen Menschen und vielleicht sogar anderen Hunden.


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